Immobilien-Infodienst

26.11.2015

Sichere Immobilien

Wohnungseinbrüche vermeiden

In der dunklen Jahreszeit haben Einbrecher Hochkonjunktur. Daher sind für Immobilieneigentümer Maßnahmen zum Schutz gegen Einbruchdiebstahl wichtig. Eine hundertprozentige Absicherung von Immobilien gibt es jedoch nicht. Aber der durchschnittliche Wohnungseinbrecher ist nach Expertenmeinungen mit seinem üblichen Einbruchswerkzeug durch richtige Sicherungen fast immer aufzuhalten.

Die empfohlenen Maßnahmen sind in der Regel durch das Deutsches Institut für Normung (DIN) genau definiert. Sie sind nach Widerstandsklassen gegliedert und lassen sich dadurch gut auf die jeweilige Wohnsituation und das individuelle Sicherheitsbedürfnis hin auswählen und anwenden: Fenster nach DIN V ENV 1627, Fenstergriffe und Zusatzschlösser nach DIN 18104, Fenster-Beschläge nach RAL-RG 607/13, Verbundsicherheitsglas nach DIN EN 356, Türen nach DIN V ENV 1627, Zylinder nach DIN 18252 und Tür-Beschläge nach DIN 18257.

Fenster und Balkontüren

Bei gekippten Fenstern zahlt keine Versicherung! Aber auch geschlossene Dreh- und Drehkippfenster können relativ leicht mit einem Schraubenzieher aufgehebelt werden. Dagegen zeigt die Erfahrung, dass Einbrecher nur selten Glasscheiben einschlagen. Trotzdem gilt: Vergitterte Fenster bieten – neben ihrer abschreckenden Wirkung – den höheren Einbruchschutz. Einbrecher nutzen bevorzugt schlecht einsehbare Stellen. Schenken Sie deshalb der Rückseite Ihres Hauses besondere Aufmerksamkeit. Setzen Sie als Basis-Sicherungsmaßnahmen weiterhin einbruchhemmende Fenster und Beschläge, abschließbare Fenstergriffe, Zusatzschlösser sowie Aufbruchsperren ein.

Weitere Sicherungsmaßnahmen

  • Sicherung von Glasflächen: Einfaches Glas und Isolierglas lassen sich leicht zerschlagen. Nur Verbundsicherheitsglas kann sehr schwer durchbrochen werden. Verbundsicherheitsglas macht jedoch nur dann Sinn, wenn zuvor die Basis-Sicherungsmaßnahmen durchgeführt wurden.
  • Sicherungen für Türen: Bei Wohnungsabschlusstüren ist eine einbruchhemmende Tür der Klasse WK3 empfehlenswert. Nur in Ausnahmefällen sind noch höhere Widerstandsklassen erforderlich. Wesentliche allgemeine Sicherheitsmerkmale an diesen Türen sind: stabiles Türblatt, besonders befestigter Türrahmen, verstärkte und verankerte Schließbleche, Bändersicherung, spezielles Schließsystem wie Mehrfachverriegelung (nur bei stabilen Türblättern), Querriegelschloss mit Mauerverankerung und Schutzbeschlag mit Ziehschutz oder ziehgeschütztem Zylinder.
  • Kellerlichtschacht-Sicherungen: Versehen Sie Gitterroste mit plattenförmigen Auflagen, die fest mit dem Mauerwerk verbunden sind.
  • Beleuchtungen: Eine gute Ausleuchtung ist kein Ersatz für technische Sicherungen, aber eine sinnvolle Ergänzung.

 

Schneeräumen | Zur Übersicht | Zweitschlüssel für Vermieter? |