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Corona – das gilt für Mieter und Vermieter

Für Mieter: Normaler kann der Vermieter fristlos kündigen, wenn der Mieter zwei Monatsmieten nicht zahlt. In Zeiten von Corona haben nun viele Mieter Angst, dass sie infolge eines Verdienstausfalls ihre Miete nicht zahlen können und in wenigen Monaten ihre Wohnungen verlieren. Um dies zu verhindern, hat die Bundesregierung am 25. März folgende Regelung beschlossen: Der Vermieter darf in der Zeit vom 01.04. bis 30.06.2020 den Mietvertrag nicht kündigen, wenn der Mieter nachweislich aufgrund von Corona seine Miete nicht zahlen kann. Das gilt sowohl für private Wohnungen als für Gewerberäume und Pachtverträge für Geschäftsräume und Gaststätten u. ä.

Allerdings fällt die Mietzahlung nicht aus. Der Mieter hat nach wie vor die Pflicht zur Mietzahlung. Er kann sie lediglich bis Mitte 2022 aufschieben. Verzugszinsen in Höhe von vier Prozent können anfallen.   

Für Vermieter: Viele Vermieter sind auf pünktliche Mietzahlungen angewiesen, da sie ihrerseits Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihrer Bank haben. Damit die Vermieter nicht die Leidtragenden dieser Regelung sind und selbst in Zahlungsschwierigkeiten geraten, hat die Bundesregierung folgende Regelung beschlossen: Verbraucherdarlehen, Immobiliendarlehen gehören auch dazu, die vor dem 15.03.2020 abgeschlossen wurden, können für maximal drei Monate ausgesetzt werden. Vermieter können in der Zeit vom 1.4. bis 30.06.2020 ihre Darlehensrückzahlungen, Zinsen und Tilgungen aussetzen, sofern sie Einnahmeausfälle aufgrund von Corona erlitten haben.