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Mieterschutz in der Corona-Pandemie


Wohnungsbesichtigungen

Auch in der Corona-Krise sind Wohnungsbesichtigungen erlaubt, wenn sie notwendig sind, alle geltenden Vorschriften eingehalten werden und entsprechende Hygienemaßnahmen getroffen werden. Die behördlichen Auflagen in den einzelnen Bundesländern sind einzuhalten. Um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten, sind derzeit nur Einzelbesichtigungen möglich. Die Zeiten von Massenbesichtigungen sind vorerst vorbei. Um kein Risiko einzugehen, verzichten derzeit viele Makler und Immobilienbesitzer auf die persönliche Besichtigung vor Ort und bieten Interessenten virtuelle Besichtigungen per 360-Grad-Tour oder Video-Tour an.

Müssen Handwerker reingelassen werden?

Bei dringend notwendigen Reparaturen wie z. B. Wasserrohrbruch muss der Vermieter Zugang zur Wohnung erhalten. Die entsprechenden Hygienevorschriften sind einzuhalten.  

Was ist bei Verdienstausfall?

Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Mietern, die in Folge der Pandemie ihre Miete nicht zahlen können, nicht gekündigt werden kann. Dies gilt für die Zeit vom 1. April bis 30. Juni. Allerdings fällt die Mietzahlung nicht aus. Der Mieter hat nach wie vor die Pflicht zur Mietzahlung. Er kann sie lediglich bis Mitte 2022 aufschieben. Verzugszinsen in Höhe von vier Prozent können anfallen.

Mietkürzung, weil Nachbar krank ist?

Nein, das ist nicht möglich. Die Erkrankung eines Nachbarn an Covid-19 stellt keinen Mangel an der Mietwohnung dar und berechtigt daher nicht zur Kürzung der Miete.