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Mietkaution verzinsen

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Mieter kann Form der Mietkaution nicht frei wählen: Es ist üblich, dass Vermieter eine Kaution in Höhe von zwei bis maximal drei Monatsmieten verlangen. Dabei können Mieter nicht frei wählen, in welcher Form sie die Kaution hinterlegen. Sie können zwar mit dem Vermieter verschiedene Möglichkeiten vereinbaren, müssen sich dann aber auch daran halten. In einem Fall sollte ein Mieter eine Kaution in Höhe von 960 Euro hinterlegen. Der Mietvertrag sah vor, die Kaution entweder in Bargeld, in Form einer Bankbürgschaft oder durch Abtretung eines Sparbuches zu erbringen. Stattdessen bot der Vermieter seinem Mieter eine Kautionsbürgschaft einer Versicherung an. Dieser lehnte ab und klagte vor Gericht. Die Richter gaben dem Vermieter Recht. Wer verschiedene Möglichkeiten für die Hinterlegung der Kaution vereinbart, muss eine davon wählen.

Kaution darf nicht verrechnet werden: Nach Beendigung des Mietverhältnisses forderte ein Mieter von seinem Vermieter die Rückzahlung der Kaution. Der Vermieter hielt diese mit der Begründung zurück, dass er zwar aus dem gerade beendeten Mietverhältnis keine Ansprüche geltend mache, er aber aus einem vorangegangenen Mietverhältnis noch Restansprüche gegen den Mieter habe. Der Bundesgerichtshof sah dies anders (Az.: VIII ZR 36/12) und verurteilte den Vermieter zur Herausgabe der gesamten Kaution. Mit einer Kaution können nur Ansprüche aus einem konkreten Mietverhältnis abgesichert werden. Eine Verrechnung mit anderen Ansprüchen ist nicht möglich.