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Mietwahnsinn bei Mini-Appartements

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Mietpreisbremse wird verlängert und verschärft: Der Bundestag hat am 09.10.2019 beschlossen, die Mietpreisbremse bis 2025 zu verlängern. Sie gilt für die Wiedervermietung von Bestandswohnungen, die vor dem 1.10.2014 erstmalig genutzt und vermietet wurden und die in Gebieten mit einem angespannten Wohnungsmarkt liegen. Hier darf die Miete maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Berücksichtig werden die Mieten, die Mieter im gleichen Ort, für vergleichbare Wohnungen und innerhalb der vergangenen vier Jahre gezahlt haben. Um einen weiteren Anstieg der Mieten zu erschweren, möchte der Gesetzgeber den Vergleichszeitraum von vier auf sechs Jahre ausweiten. Da die Mieten vor sechs Jahren niedriger waren, wird die Durchschnittsmiete sinken. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Mieter durch diese Änderung in Zukunft 117 Millionen Euro einsparen werden. Das Gesetz muss noch vom Bundestag beschlossen werden.

Hausrecht Ihres Mieters: Das deutsche Mietrecht und die aktuelle Rechtsprechung deutscher Gerichte sind zum Leidwesen von Immobilieninvestoren traditionell sehr mieterfreundlich. Sehr streng ist z. B. das Hausrecht des Mieters einer Wohnung. Nur er entscheidet, wer seine gemietete Wohnung betreten darf und wer nicht. Auch als Vermieter dürfen Sie nicht ohne Wissen und gegen den Willen Ihres Mieters die Wohnung betreten. Sie dürfen noch nicht einmal einen Zweitschlüssel haben. Zum Hausrecht Ihres Mieters gehört auch, dass er frei über seinen Besuch entscheiden kann. Zum Einflussbereich gehören sowohl die eigentliche Wohnung als auch alle Zugänge zur gemieteten Wohnung. Als Vermieter können Sie auch keinen Besuch Ihres Mieters verbieten, es sei denn, wenn der Besucher z. B. ein früherer, von Ihnen aber wegen Randale gekündigter Mieter ist.