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Neue Grundsteuer ab 2025

Nach dem Vorschlag des Bundesfinanzministers sollen in die neue Berechnung des Grundbesitzwertes die Nettokaltmieten, die Gebäudeart, das Alter der Immobilie, die Grundstücksfläche sowie die Bodenrichtwerte einfließen. Ab 2022 müssen alle 35 Millionen Grundstücke in Deutschland neu bewertet werden. Danach alle sieben Jahre. Die Höhe der Grundsteuer hängt auch wesentlich von dem Hebesatz ab, den die jeweilige Kommune bestimmt und jederzeit ändern kann. Der Finanzminister setzt darauf, dass die Gemeinden ihre Hebesätze so anpassen, dass die Mieter nicht höher belastet werden. Zwar müssen die Immobilieneigentümer die Grundsteuer bezahlen. Sie können sie aber über die Betriebskostenabrechnung auf ihre Mieter umlegen. Das Gesetz sieht Öffnungsklauseln bei der Berechnungsmethode vor. Es ist aber noch nicht abzusehen, welche Länder davon Gebrauch machen werden.

Weitere Immobilienurteile

Grunderwerbsteuer bei Sharedeals: Bei großen Immobilientransaktionen erwirbt der Käufer in der Regel nicht die Immobilie selbst, sondern Anteile an der Gesellschaft, die die Immobilie besitzt, sog. Share Deals. Auf diese Weise entgehen dem Fiskus jedes Jahr Grunderwerbsteuern in Millionenhöhe. Zum 1.1.2020 soll eine Gesetzesverschärfung bei Share Deals in Kraft treten. Sie sieht im Wesentlichen vor, die Beteiligungsgrenze von 95 auf 90 Prozent zu senken und die Haltefrist von fünf auf zehn Jahre zu verlängern. Somit ist in Zukunft dann Grunderwerbsteuer fällig, wenn ein neuer Gesellschafter mehr als 90 Prozent der Anteile an einer Immobiliengesellschaft innerhalb von 10 Jahren erwirbt. Das soll in Zukunft sowohl für Personen- als auch Kapitalgesellschaften gelten.   

Gewerblicher Grundstückshandel: Das Finanzamt geht von einem gewerblichen Grundstückshandel aus, wenn ein Veräußerer in einem bestimmten Zeitraum, in der Regel weniger als fünf Jahre, mehr als drei Immobilienobjekte kauft und verkauft. In besonderen Fällen kann bei einer Veräußerung von nur drei Objekten von einem gewerblichen Handel ausgegangen werden. Diese Indizien sprechen dafür: kurzfristige Finanzierung des Bauvorhabens, Verkauf der Teileigentumseinheiten vor der Fertigstellung, Berücksichtigung der Wünsche des späteren Käufers bei der Bauplanung, Beauftragung eines Maklers während der Bauphase.