Immobilien-Infodienst

21.09.2018

Laubbläser

Immobilien aktuell

Alle Jahre wieder greifen Grundstücksbesitzer zum Laubbläser, um nasses und glitschiges Laub vom Boden zu entfernen. Das geschieht nicht nur zur Freude der Anwohner, denn die Geräte sind sehr laut. Bei Höchstbelastung erreichen Laubbläser eine Lautstärke von bis zu 100 Dezibel, was für die Nachbarn sehr belastend sein kann. Daher regelt die Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV), wann Laubbläser eingesetzt werden dürfen. Das ist werktags nur von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr. Leise Geräte, die mit einer Umweltplakette als solche gekennzeichnet sind, dürfen werktags von 7 bis 20 Uhr betrieben werden. An Sonn- und Feiertragen herrscht in jedem Fall Ruhe. Wer sich nicht daran hält, muss möglicherweise ein Bußgeld zahlen.

Weitere Urteile

Herbstlaub vom Nachbargrundstück: Jedes Jahr im Herbst ärgern sich viele Grundstücksbesitzer über die Unmengen von Laub, die von umliegenden Grundstücken zu ihnen herüber wehen. Doch was tun? Müssen Sie sich den Laubbefall von Nachbars Seite gefallen lassen oder haben Sie Anspruch auf fachgerechte Entsorgung durch den Nachbarn, dem der Baum gehört? Das Landgericht München hat in einem Fall entschieden, dass das Laub aus dem Garten des Nachbarn generell hinzunehmen ist (Az.: 114 C 31118/12). Im zugrundeliegenden Fall ging es um eine große Linde auf dem Nachbargrundstück, deren Blätter, Blüten und Äste regelmäßig auf dem Grundstück der Klägerin und in der Regenrinne landeten und diese verstopften. Die Klägerin verlangte von ihrem Nachbarn eine Laubrente von 500 Euro jährlich. Zu Unrecht, so entschieden die Richter. Da die Grundstücke in der gesamten Nachbarschaft über eine ähnliche Bepflanzung verfügen, handelt es sich hierbei um eine ortsübliche Beeinträchtigung durch Blüten und Laub. Zudem ist eine Laubrente nur dann zu zahlen, wenn die Laubbeseitigung das zumutbare Maß übersteigt. 

Laub beseitigen: Nasses Laub auf dem Bürgersteig wird schnell glitschig und stellt eine Gefahr für Passanten dar. Daher muss Laub auf dem Bürgersteig regelmäßig beseitigt werden, um Unfällen vorzubeugen. Zuständig ist der Hauseigentümer, es sei denn, der Mietvertrag sieht vor, dass die Mieter die Aufgabe des Laubfegens übernehmen müssen. Dann muss der Hausbesitzer die dafür notwendigen Arbeitsgeräte zur Verfügung stellen und auch regelmäßig kontrollieren, ob die Mieter fegen.   

 

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