Immobilien-Infodienst

05.10.2018

Treppenhausreinigung in Mietshäusern

Immobilien aktuell

Die Antwort auf die Frage, wer für die Treppenhausreinigung zuständig ist, findet sich in der Regel in der Hausordnung wider. Ist weder im Mietvertrag noch in der Hausordnung ausdrücklich geregelt, dass der Mieter gemeinschaftlich genutzte Hausbereiche zu reinigen hat, liegt die Reinigung alleine im Verantwortungsbereich des Vermieters.

Im Falle einer Reinigungspflicht des Mieters, der sogenannten Kehrwoche, sind die konkreten Einzelheiten im Mietvertrag bzw. im Putzplan dokumentiert. Häufig werden die entsprechenden Aufgaben auf die Mietparteien des Hauses verteilt, sodass der einzelne Mieter im Wechsel mit den anderen Mietern für die Reinigung zuständig ist. Dabei ist es dem Mieter selbst überlassen, an welchem Wochentag und zu welcher Uhrzeit er reinigt. Geeignete Reinigungsmittel sind dabei frei wählbar bzw. die üblichen Utensilien vom Vermieter bereitzustellen. Bei Krankheit oder kurzfristiger Abwesenheit ist die Suche nach einer Vertretung nicht zumutbar. Erst ab einem Zeitraum von zwei Wochen muss der Mieter Ersatz besorgen.

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Das darf der zukünftige Vermieter nicht fragen: Bezahlbare Mietwohnungen in attraktiven Lagen sind begehrt. Um aus der Vielzahl der Interessenten den zukünftigen Mieter herauszufiltern, fordern immer mehr Vermieter beim ersten Besichtigungstermin umfangreiche Selbstauskünfte ein. Die Vorgaben des Datenschutzgesetztes werden dabei nicht selten missachtet. Im Folgenden erfahren Sie, was der zukünftige  Vermieter fragen darf und was nicht.

  • Vermietern und  Maklern ist es nicht gestattet, die Kontaktdaten der vorherigen Vermieter zu erfragen. Dies widerspricht dem Grundsatz der Direkterhebung und ist im Allgemeinen für den Abschluss des Mietvertrages nicht von Bedeutung.
  • Im Vorfeld des Besichtigungstermins dürfen Vermieter bzw. Makler nur die notwendigsten Kontaktdaten des Interessentens erfragen, wie beispielsweise Name, Telefonnummer und E-Mailadresse. Erst bei einer Vertragsanbahnung erweitert sich diese Begrenzung, sodass Auskünfte über Anschrift, Arbeitgeber, Beruf oder Geburtsdatum zulässig werden. Generell gilt jedoch: Die persönlichen Daten dürfen zwar mit dem Ausweis abgeglichen werden, es darf aber keine Kopie verlangt bzw. die Seriennummer des Personalausweises notiert werden.
  • Einkommensnachweise dürfen erst verlangt werden, wenn der Mietvertrag abgeschlossen werden soll. Selbstauskünfte von Einrichtungen wie der Schufa sind dabei nicht mit inbegriffen, da allgemeine Bonitätsauskünfte auch Daten enthalten, die für den Geschäftszweck nicht von Relevanz sind.

 

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