Immobilien-Infodienst

19.10.2018

Fenster putzen

Immobilien aktuell

Das Putzen von Fenstern, die sich nicht öffnen lassen, ist eine schwierige Aufgabe. Daher forderte ein Mieter einer Loftwohnung, bei der sich nicht alle Fenster öffnen ließen, seinen Vermieter auf, die starren Fensterelemente alle drei Monate von außen reinigen zu lassen. Zur Begründung gab er an, dass durch die regelmäßige Verschmutzung der Fenster der Blick nach draußen nur beschränkt möglich und somit der Wohnwert gemindert sei. Nachdem das Landgericht Mainz dem Mieter zum Teil Recht gab, ging der Fall bis zum Bundesgerichtshof (BGH). Die Richter des BGH entschieden, dass die bloße Fensterreinigung nicht zu den Instandhaltungs- oder Instandsetzungsaufgaben eines Vermieters gehört. Der Mieter kann die Reinigungskosten nicht auf den Vermieter abwälzen.

Weitere Immobilienurteile

"Besenreine" Wohnung: Viele Wohnungen müssen laut Mietvertrag nach dem Auszug „besenrein“ übergeben werden. Doch was ist darunter zu verstehen? Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes heißt es, dass die Wohnung mit einem Besen grob gereinigt werden muss. Der Mieter hat seine Pflicht erfüllt, wenn er grobe Verschmutzungen beseitigt hat. Die Formulierung „besenrein“ begründet keine spezielle Reinigungsverpflichtung.  

Betriebskostenabrechnung: Es gilt die Jahresfrist, das heißt, der Vermieter muss dafür Sorge tragen, dass die Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2017 dem Mieter spätestens zum 31.12.2018 zugeht (s. § 556 Abs. 3 BGB). Anderenfalls sind die Nachforderungen des Vermieters verjährt, es sei denn, er hat die Verspätung nicht zu verantworten. Achtung: Die verspätete Vorlage durch den beauftragten Verwalter gilt nicht als Entschuldigung, die Verjährung greift trotzdem.

 

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