Immobilien-Infodienst

13.01.2016

EnEV 2016

Immobilien aktuell

Mit der Novelle der Einsparenergieverordnung (EnEV 2016) gelten seit dem 1.1.2016 neue Regeln für Wohngebäude. Kernpunkt ist die Energieeinsparung im Neubausektor. Wer ab dem 1.1.2016 einen Bauantrag stellt, muss künftig mehr Geld in Dämmung und Heiztechnik investieren. Neubauten müssen noch energieeffizienter werden. Ihr Primärenergiebedarf muss um 25 Prozent reduziert werden. Der Energiebedarf auf nicht-regenerativen Energien errechnet sich seit der EnEV 2014 anhand eines Referenzhauses. Wer ab dem 1.1.2016 einen Neubau plant, muss vom Energiebedarf dieses Referenzhauses 25 Prozent abziehen. Dieser Maximalwert darf für einen Neubau nicht überschritten werden.

Weitere Immobilienurteile

Wann endet ein Mietvertrag? Eine Mieterin hatte ihre Wohnung ordentlich gekündigt und war ausgezogen. Kurz darauf fand mit dem Vermieter die Wohnungsübergabe mit der Rückgabe aller Schlüssel statt. Allerdings lief der Mietvertrag noch einen Monat weiter, da die Parteien keinen Aufhebungsvertrag geschlossen hatten. Der Vermieter hatte zwei Monate zuvor einer Vertragsauflösung nicht zugestimmt, da er keinen Grund für eine vorzeitige Beendigung des Mietverhältnisses sehen konnte. Nach der Wohnungsübergabe verweigerte die ehemalige Mieterin die Zahlung der letzten Monatsmiete. Nach ihrer Auffassung sei das Mietverhältnis nach der Wohnungsübergabe beendet. Der Fall ging bis zum Landgericht Wuppertal. Die Richter entschieden, dass eine Vertragsauflösung grundsätzlich durch konkludentes Handeln, in diesem Fall durch Rückgabe der Wohnungsschlüssel und Wohnungsübergabe, zustande kommen kann. Die Parteien müssen aber beide zustimmen. In diesem Fall hatte der Vermieter eindeutig erklärt, dass er einer Vertragsauflösung nicht zustimmt. (Az.: 9 S 69/15)

Schwierige Nachbarn: Sind unliebsame und beschwerdefreudige Nachbarn ein versteckter Mangel, auf den der Verkäufer einer Immobilie hinweisen muss? Nein, so urteilte das Landgericht München in einem Fall, bei dem der Käufer einer Eigentumswohnung den Verkäufer auf Rückerstattung des Kaufpreises verklagte. Zur Begründung gab der neue Eigentümer an, dass sich die über ihm wohnenden Nachbarn schon bei der kleinsten Ruhestörung massiv bei ihm beschwerten. Das Gericht gab dem Verkäufer Recht. Da der Käufer nicht gezielt nachgefragt hatte, war der Verkäufer auch nicht gezwungen, auf seine lärmempfindlichen Nachbarn hinzuweisen. Auch sei das Verhalten nicht als schikanös zu bewerten. Das sei erst dann der Fall, wenn das Verhalten keinen vernünftigen Zweck verfolgt, sondern lediglich dazu dient, Nachbarn durch Bedrohung und Beschimpfung über einen längeren Zeitraum hinweg zu terrorisieren.

 

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