Kontakt

Reinigungskosten

Weitere Immobilienurteile

Bohrlöcher in Fliesen: Im Badezimmer dürfen Handtuchhalter, Spiegel und Stangen für den Duschvorhang nicht fehlen. Wer für die Montage aber die Fliesen durchbohren möchte, sollte vorher von seinem Vermieter die Zustimmung einholen. Ansonsten kann es passieren, dass der Mieter für die beschädigten Fliesen Schadenersatz leisten muss. So erging es einer Mieterin, die statt der Fugen die Fliesen anbohrte. Das Amtsgericht Berlin-Köpenick sprach dem Vermieter das Recht zu, den entstandenen Schaden mit der Mietkaution zu verrechnen (Az.: 4 C 64/12).

"Zirka-Angaben" im Vertrag: Ein Vermieter stellte nach fünf Jahren fest, dass seine Wohnung nicht 100 m², sondern lediglich 83 m² groß war. Bei dieser großen Abweichung war klar, dass der Mieter vom Eigentümer eine Ausgleichszahlung beanspruchen konnte. Fraglich war nur die Anspruchsgröße, da in der Regel Abweichungen von 5 Prozent zu tolerieren sind. Im Mietvertrag war von zirka 100 m² die Rede. Der Bundesgerichtshof stellte klar, dass bei einer Wohnflächenabweichung von mehr als 10 Prozent ein Mangel vorliegt. Das gilt auch, wenn die Wohnfläche mit einer "Zirka-Angabe" bezeichnet ist. Der Mieter konnte bei der Flächenabweichung von 17 Prozent auch die Miete um 17 Prozent kürzen. Eine zusätzliche Toleranzgrenze von 5 Prozent schlossen die Bundesrichter aus.