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Schimmel rechtfertigt nicht immer eine Mietminderung

Geklagt hatten zwei Mieter, deren Mietwohnungen im Jahr 1968 und 1971 errichtet wurden. Die Gebäude verfügten über keine Wärmedämmung. Über Wärmebrücken an den Außenwänden sahen die Mieter die Gefahr der Schimmelpilzbildung. Dafür verlangten sie eine Mietminderung und einen Kostenvorschuss für die Mängelbeseitigung. Nachdem die Mieter in den beiden Vorinstanzen Recht erhielten, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) aber, dass kein Sachmangel vorliegt, da es damals keine Verpflichtung gab, Gebäude mit einer Wärmedämmung auszustatten.

Weitere Immobilienurteile

Spekulationssteuer bei Ferien- oder Zweitwohnung vermeiden: Wer Immobilien vor Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist mit Gewinn verkauft, muss den Gewinn nicht versteuern, wenn er die Immobilie zu bestimmten Zeiten ausschließlich selbst genutzt hat. Der Bundesfinanzhof hat entschieden, was unter einer „Nutzung zu eigenen Wohnzwecken“ zu verstehen ist. Eine Eigennutzung setzt nicht voraus, dass der Eigentümer die Wohnung /das Haus als Hauptwohnsitz bewohnt oder sich dort überwiegend aufhält. Es reicht aus, wenn er seine Immobilie nur zeitweilig nutzt, sofern sie ihm in der übrigen Zeit dauerhaft zur Verfügung steht. Das gilt auch für Ferienimmobilien und Zweitwohnungen, die nicht zur Vermietung bestimmt sind. Eine steuerfreie Veräußerung von Immobilien innerhalb der 10-Jahresfrist setzt voraus, dass der Eigentümer die Immobilie drei Jahre am Stück selbst nutzt, und zwar im Jahr der Veräußerung und in den beiden Vorjahren. Dabei müssen es nicht 36 Monate sein. Ein Jahr und zwei Tage können bei geschickter Zeitplanung ausreichend sein.