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Unerlaubte Vermietung der Wohnung an Touristen

Weitere Immobilienurteile

Fahrten zum Mietobjekt:Hausbesitzer können Kosten für die Fahrten zum Vermietungsobjekt in der Regel mit 0,30 Euro pro gefahrenem Kilometer absetzen. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes kann in besonderen Fällen auch die Entfernungspauschale von 0,30 Euro pro Kilometer gelten. Dann wird der Kostenabzug halbiert. So im Falle eines Vermieter-Ehepaares, das innerhalb eines Jahres 165 Fahrten zum ersten Mietobjekt und 215 Fahrten zum zweiten Mietobjekt mit 0,30 Euro pro gefahrenem Kilometer abrechnete. Der Bundesfinanzhof gewährte nur die Entfernungspauschale, da die außergewöhnlich vielen Fahrten zum Mietobjekt wie die Fahrten zu einer regelmäßigen Tätigkeitsstätte anzusehen seien. Die einfache Entfernungspauschale gilt nicht nur für den Arbeitnehmerbereich, sondern auch für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Laut Bundesfinanzhof ist ein Mietobjekt dann wie eine regelmäßige Arbeitsstätte anzusehen, wenn es der Mittelpunkt der Vermietungstätigkeit ist. In diesem Fall waren die außergewöhnlich vielen Fahrten zum Objekt der Grund, das Mietobjekt und nicht die Privatwohnung als regelmäßige Tätigkeitsstätte des Vermieters anzusehen.

Angemessene Instandsetzungsrücklage: Eine Wohnungseigentümerin stellte auf einer Eigentümerversammlung den Antrag, die Instandhaltungsrücklage von 2,50 Euro zu erhöhen. Die Eigentümergemeinschaft, bestehend aus neun Parteien, lehnte eine Erhöhung ab. Gegen diesen Beschluss klagte die Wohnungseigentümerin. Zur Begründung gab sie an, dass eine Rücklage von 2,50 Euro unzureichend sei. Eine Erhöhung auf 7,10 Euro pro Quadratmeter ist notwendig, um die Immobilie ordnungsgemäß zu verwalten. Die Richter des Amtsgerichts Neustadt am Rübenberge gaben ihr Recht. Eine Instandhaltungsrücklage muss angemessen hoch sein. Sie muss sicherstellen, dass bei unvorhergesehenen Reparaturen die finanziellen Mittel ausreichend zur Verfügung stehen. Die Immobilie darf nicht wegen fehlender Mittel verwahrlosen. Eine Instandhaltungsrücklage von 7,10 Euro pro Quadratmeter entspricht dem Betrag, der im sozialen Wohnungsbau für eine vergleichbare Immobilie (hier 16 Jahre alt) zurückgelegt wird (AZ.: 20 C 687/14).