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Wer baut braucht starke Nerven

Gerade Kooperationen mit Bauträgern bergen ein höheres Risiko als der Bau mit Generalübernehmern (GÜ) und Generalunternehmern (GU), da das Baugrundstück und Bauwerk bis zur Fertigstellung im Eigentum des Bauträgers verbleibt. Bauherren finden sich bei Insolvenz des Bauträgers dann schnell in einer Situation wieder, in der ein vollständiger Verlust des finanziellen Einsatzes droht. Derartige Risiken lassen sich jedoch im Vorfeld bereits eindämmen.

Generell gilt: Größere Vorauszahlungen gehen bei einer Bauträgerinsolvenz meist verloren. Daher sollten bauliche Vorleistungen immer klaren Zahlungsabfolgen folgen. Orientierungen bieten bspw. Makler- und Bauträgerverordnungen. Bei Abweichungen seitens der Baufirma besteht für Bauherren ein Grund zur Skepsis. Weitere Anzeichen einer bevorstehenden Insolvenz sind stockende Baufortschritte, abfallende Qualitäten und der Rückzug von Subunternehmen.  

Besteht der Wunsch nach garantierter Sicherheit, empfiehlt sich eine Fertigstellungs- und Gewährleistungsbürgschaft oder Baugarantie- bzw. Baufertigstellungsversicherung. Im Falle einer Bauunternehmensinsolvenz verpflichtet sich die Bank bzw. Versicherung zur vertraglich geregelten Fertigstellung.

Ein weiterer Vorteil von Versicherungen: Sie geben Aufschluss über die finanzielle Situation des Bauträgers. Abgelehnte Anträge können ein Indiz für eine finanzielle Schieflage des Bauunternehmens sein.