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Eigenleistungen am Bau


Was Sie selbst machen können

Grundsätzlich können Sie durch Eigenleistungen am Bau Ihre Kosten senken. Auch Banken erkennen das an. Ihre Darlehenssumme wird niedriger und Sie erhalten bessere Konditionen. Die beliebtesten Eigenleistungen sind: das Verlegen von Böden, Malerarbeiten im Innenbereich und die Gestaltung der Außenanlagen.

Allerdings erfordern Eigenleistungen ein gewisses handwerkliches Geschick. Wer sich auskennt, kann auch mehr machen. Bedenken Sie aber, dass Sie mithelfende Freunde und Bekannte versichern müssen. Es gibt Arbeiten, die Sie unbedingt von einem Fachmann ausführen lassen sollten. Dazu gehören die Erstellung des Rohbaus und des Dachs sowie die Wärmedämmung. Bei nicht fachgerechter Erstellung kommt es zur Feuchtigkeit und Schimmelbildung. Auch die Elektroinstallation und die Gas- und Wasserversorgung sollten Sie von einem Fachmann durchführen lassen. Schäden am Bau treten nicht selten auf. Sind diese auf Fehler des Bauherrn zurückzuführen, entfällt die Gewährleistung und Sie müssen für viel Geld nachbessern lassen.   

Zehn Prozent Muskelhypothek

Erfahrungsgemäß sollte die Muskelhypothek allenfalls mit zehn Prozent der Gesamtkosten zu Buche schlagen. Sparen Sie nicht am falschen Ende. Schließlich müssen Sie auch das Material kaufen und das nötige Werkzeug zur Hand haben, insoweit relativieren sich die Handwerkerkosten. Unterschätzen Sie nicht den Zeitaufwand. Wer voll berufstätig ist oder eine Familie hat, scheitert schnell an der Doppelbelastung. Womöglich dauert alles doppelt so lange und der Umzug verzögert sich. Darüber hinaus ist eine lange Bauphase auch teuer. Sie zahlen die Zinsen für die Baufinanzierung zusätzlich zu Ihrer Miete.  

Unser Tipp: Überschätzen Sie nicht Ihre Möglichkeiten. Erbringen Sie nur die Eigenleistungen, die Sie fachgerecht ausführen können. Planen Sie Ihre Baufinanzierung nicht zu knapp und lassen Sie einen Finanzpuffer für unvorhergesehene Kosten und für Kleinbetragsrechnungen.