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Energetische Gebäudesanierung

Energieeffizienz nachhaltig verbessern

Die Energieeffizienz eines Gebäudes ist verbessert, wenn mit weniger Energieeinsatz, insbesondere mit mehr weniger fossilen Energieträgern (Öl, Gas, Kohle), mindestens die gleiche Leistung erreicht wird. Wer Energie spart, spart Kosten, so der Anreiz. Das ist zwar richtig, aber zunächst müssen teure Investitionen getätigt werden, die die thermische Bauphysik und die Haustechnik verbessern:

  • Heizungsanlage und Verteilungssysteme (Rohre)
  • Fenster mit Wärmeschutzverglasung, Außentüren
  • Lüftungsanlagen, insbesondere Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung und Außenwand-Luftdurchlass
  • Dämmung von Gebäudehülle, Außenwand, Dach, Keller, Geschossdecken
  • Erneuerbare Energien: Solarwärme, Biomasse (z.B. Holz), Erdwärme

Wann amortisieren sich die Sanierungskosten?

Wer Geld fürs Sanieren auf der hohen Kante hat, mag mit den eingesparten Energiekosten und dem guten Gewissen zufrieden sein. Für kostensensible Hauseigentümer ist die Frage nach der Wirtschaftlichkeit nicht pauschal zu beantworten. Zunächst muss die Immobilie energetisch analysiert werden. Die thermische Bauphysik hängt ja von vielen Faktoren ab, u.a. auch der Lage (Sonneneinstrahlung, regionales Klima) und Art des Gebäudes (Ein- oder Mehrfamilienhaus, Baujahr, Qualitätsstandard).

Im zweiten Schritt müssen der angestrebte Effizienz-Standard und die dadurch zu erzielenden Energiekosteneinsparungen den individuellen Sanierungskosten gegenübergestellt werden. Das ist eine Rechnung mit vielen Variablen. Da spielen Betrachtungszeitraum (z.B. 20 Jahre), Zinsniveau für Kredite, individuelles Nutzerverhalten, Energiepreisentwicklung und Ausführungsstandard eine Rolle. Man sollte verschiedene Szenarien durchrechnen.

Fest steht allerdings: In die Nähe einer schwarzen Null kommt man nur dann, wenn die rein durch die Energiesanierung hervorgerufenen Mehrkosten betrachtet werden. Sind etwa Dach und Fenster undicht, zählen die Grundsanierungskosten nach den Mindest-Energie-Standards nicht dazu. 

Hauseigentümer sind gut beraten, die Anforderungen des individuellen Objekts und die Lösungsszenarien mit einem Architekten und Energieberater durchzurechnen.